Feb 14, 2014

Raspberry Pi – Ein günstiger Mediacenter

Schon lange war ich auf der Suche nach einer Media-Center Lösung, die zum einen erschwinglich bleibt und zum anderen keinen kompletten PC (oder Notebook) erfordert. Zusätzlich sollte das ganz dann auch noch mit einer normalen Fernbedienung bedienbar sein. Dabei habe ich schon ein paar Out-of-the-Box-Lösungen ausprobiert (Apple TV 3, Software Lösung meines Blueray-Players), aber alles war für mich nicht das Wahre. Schon vor Jahren hatte ich da eine sehr schöne Lösung gesehen, die so ziemlich all meine Erwartungen an ein solches System erfüllte, den XBMC (Xbox Media Center) auf meiner alten Xbox.

Nun kommt der Raspberry Pi ins spielt, der nämlich nichts anderes als ein kleiner PC in Scheckkartengröße ist. Prozessor, Arbeitsspeicher und Grafikchip sind schon auf der kleinen Platine integriert. Man benötigt lediglich eine SD-Karte um dem Ganzen Leben einzuhauchen. Dabei ist der Raspberry Pi für nur ca. 35,-€ zu haben. Die Stromversorgung kann von einem normalen Handyladegerät mit Micro-USB übernommen werden, wobei das Netzteil mindestens 1,2 A zur Verfügung stellen sollte.

Nun kommen wir zu dem Betriebssystem. Hier sind mehrer Lösungen möglich. Ich habe bisher Raspbmc verwendet. Die Installation ist dabei denkbar einfach. Man läd sich ein kleines Programm runter, dass eine SD-Karte bootfähig macht. Im Vorfeld muss man nur ein paar wenige Parameter einstellen (z.B. IP-Adresse). Hier bekommt man auch die Möglichkeit, einen USB-Stick als Speichermedium zu verwenden. Da der Raspberry allerdings nicht von einem USB-Stick booten kann, muss die SD-Karte auch in diesem Fall im Raspberry bleiben. Der Vorteil ist dabei aber, dass man durch den USB-Stick einen Performancegewinn hat. In meinem Fall habe ich eine 2Gb-SD-Karte und einen 8Gb Usb-Stick.

So, nun aber los. Die frisch betankte SD-Karte in den Raspberry, Netzteil dran und schon blinken die Lichter. Für die Installation sollte eine Internetanbindung vorhanden sein, da bei der Installation Dateien aus dem Internet gezogen werden. Die Installation selbst ist sehr einfach gestrickt, man wird gut geführt, es kann aber schon einen Moment dauern. Irgendwann gelangt man dann endlich ins XBMC Hauptmenü. Geschafft! 🙂

Am Anfang schließt man sich am Besten eine normale Tastatur und/oder Maus an, damit kann man die ersten Schritte schnell und einfach durchführen. Alternativ dazu kann man sich natürlich auch per Smartphone App verbinden.

Nun kann man sich durch die Menüs klicken. Sehr interessant sind dabei auch die zahlreichen Addons, die man sich optional installieren kann. Des Weiteren steht einem frei, ob man die Dateien lokal auf einer USB-Festplatte oder im Netzwerk liegen hat. Man kann beliebig viele Netzwerkfreigaben Verbinden und sich so wie gewünscht alles einrichten.

Sehr schön finde ich auch die verschiedenen Skins. Dabei sollte man aber im Falle des Raspberry Pi am Besten beim Skin Amber bleiben, da dieser recht schön anzuschauen ist, dabei aber nicht allzuviel Resourcen frisst.

Bei all dem positiven muss ich aber leider auch eine negative Seite anbringen. Der Raspberry ist sehr kompakt, und für diese kompakte Bauweise ist die Leistung sehr beachtlich, allerdings fordert das XBMC schon einiges an Leistung und der Raspberry Pi kommt da schon an seine Grenzen. Wenn man also die Möglichkeiten des XBMC komplett ausschöpfen möchte, muss man dann doch zu anderer Hardware greifen.

Es gibt da natürlich noch eine nette Möglichkeit, den Raspberry etwas zu tunen, ohne dabei die Garantie zu verlieren, darauf gehe ich in diesem Artikel aber nicht ein.

Fazit:

Ein sehr kompakter und dafür beachtlich leistungsstarker Mini-PC, der sich ganz leicht hinter dem TV verstecken lässt und somit eine sehr gute Möglichkeit bietet, die heimiche Mediathek stilvoll ins Wohnzimmer zu bringen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

One Response to “Raspberry Pi – Ein günstiger Mediacenter”

  1. […] meinem letzten Beitrag habe ich ja den Raspberry Pi vorgestellt. Dieser eignet sich super als Home-Mediacenter. Möchte […]

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