Okt 09, 2015

Neue Platine für meine Hausautomatisierung ist fertig

Endlich ist es soweit. Nach langem Planen und Warten auf Einzelteile ist nun die neue Platine für meinen Raspberry fertig. Im diesem Artikel hatte ich ja bereits eine PLatine für meinen Raspberry Pi entworfen, der für meine Hausautomation (FHEM) zuständig ist. Wie man an der alten Platine sieht, war das ganze aus Platzgründen sehr chaotisch gelöst. Mein damaliges Ziel war, die ganzen Funktionen auf die Größe des Raspberrys zu packen, was ich geschafft hatte. Allerdings war das Ganze dann nur noch schwer zu durchschauen.

Die Platine selbst hatte bis zuletzt sehr gut funktioniert, allerdings war eine entscheidende Schwachstelle dabei: Alle Komponenten der Platine wurden vom Raspberry selbst gespeist, was auf Dauer nicht gesund für den Raspi ist.
Daher musst ein neues Konzept her. Als Grundlage habe ich dann direkt eine 3-mal so große Platine genommen. Ziel war es auch, die Verbindungen so sauber und geradlinig wie möglich zu machen und keine Überkreuzungen zu schaffen. Bis auf ganz wenige Ausnahmen ist mir das auch gelungen.

 


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Die Kodensatorenschaltungen wurden durch einen IC ULN 2003 Treiberbaustein ausgetauscht, der 7 integrierteSchaltungen besitzt.IC2003 Damit alleine kann ich also schon 7 Relais ansteuern.
Wie man vielleicht sieht, ist auf der Platine kein einziges Relais verbaut. Das kommt daher, dass ich diesmal ein Relaisboard zugekauft habe. Dieses ist günstig in mehreren Varianten bei Amazon und Co zu bekommen.
RelaisModul

Damit das Ganze nun auch ordentlich aussieht, habe ich mal eine meiner „Kruschelkisten“ durchwühlt und dabei ist mir ein Gehäuse von einer alten 5 1/2″ Lüftersteuerung in die Hände gefallen. Nach kurzem Nachmessen war klar, dass ich die komponenten dort unterbringen werde.
Als Aufschraubplattform habe ich mir im Baumarkt eine Kaltschaumplatte besorgt, in die ich diese kleinen Schraubgewinde gesetzt habe, die normalerweise in PC-Gehäusen zum befestigen von Mainboards verwendet werden. Meine Steuerplatine sowie die Relaisplatine konnten so fest auf einen nicht leitenden Untergrund aufgeschraubt werden. Ich musste nun also auch keine Kurzschlüsse mehr fürchten.
Damit die ganzen Steckverbinder später nicht umständlich ins Gehäuse gefummelt werden müssen, habe ich mich entschieden, die Steckverbinder an die Gehäusewand zu verlängern.

Das Ganze sieht nun so aus:

 

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Mit der Platine sind nun folgende Funktionen abgedeckt:

  • Schalten von 7 Relais
  • Erfassen von insgesamt 6 Schaltzuständen (z.B. Taster, Endschalter, o.ä.)
  • Ansteuern von RGB-LEDs via SPI
  • Ansteuern von einem LC-Display
  • Abfragen von 1-Wire Temperatursensoren
  • FHEMduino

Die lange Vorbereitungszeit und das stundenlange Zusammenlöten haben sich gelohnt. Ich konnte zwar noch nicht alles testen, aber bisher funktioniert alles wie gewünscht.

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